Haushaltsdebatte bei „Port + Puls“: Sascha Mader fordert klare Prioritäten für genehmigungsfähigen Haushalt
Bei der Diskussionsveranstaltung „Port + Puls“ der Ruhr Nachrichten im Lensing Media Port wurde intensiv über die finanzielle Zukunft von Kultur und Sport in Dortmund diskutiert. Unter dem Titel „Kein Geld mehr für Kultur und Sport?“ tauschten sich Vertreter aus Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft über die angespannte Haushaltslage der Stadt aus.
An der Gesprächsrunde nahmen Jörg Stüdemann, Kämmerer der Stadt Dortmund, Maxa Zoller aus dem Sprecherrat der „Freien Szene“, Thomas Friedhoff vom Stadtsportbund Dortmund und unser CDU-Kreisvorsitzende, stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Sprecher für den Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften Sascha Mader teil.
Dieser machte deutlich, dass die Stadt in der aktuellen Situation vor allem klare Prioritäten brauche. Ziel müsse ein genehmigungsfähiger Haushalt für das Jahr 2027 sein: „Wir müssen mit dem Märchen aufräumen, dass Sparen nicht weh tut. Sparen heißt, weniger Geld auszugeben und nicht mehr“, betonte Mader in der Diskussion.
Gleichzeitig sei es Aufgabe der Politik, offen und ehrlich mit den Bürgerinnen und Bürgern über die finanzielle Realität zu sprechen. In einer spontanen nicht exemplarischen Bürgerbefragung der Ruhr Nachrichten, die für diese Episode von Port + Puls durchgeführt wurde, sei deutlich geworden, dass viele Menschen sich zwar Einsparungen wünschen, gleichzeitig aber zusätzliche Ausgaben erwarten. „Diese Erwartungshaltung passt weder zur Realität eines kommunalen Haushalts, noch zum privaten Leben. Deshalb müssen wir auch den Mut haben, den Menschen den Spiegel vorzuhalten“, so Mader.
„Schaffen wir dies nicht machen wird nur einer gewinnen - die AfD und das will ich nicht“, unterstreicht er.
Mit Blick auf Kultur und Sport sprach sich der CDU-Vorsitzende dafür aus, trotz notwendiger Einsparungen gezielt in wirkungsvolle Projekte zu investieren. Entscheidend sei die Frage, wo mit den vorhandenen Mitteln der größte Nutzen erzielt werden könne. Dafür müsse die Stadt gemeinsam mit Vereinen, Kulturschaffenden und Institutionen in den Dialog treten.
Als möglichen Ansatz nannte Mader eine stärkere Förderung dezentraler Kulturangebote. So seien die Budgets der Dortmunder Bezirksvertretungen für Kultur seit rund 20 Jahren nicht erhöht worden. Eine Stärkung dieser lokalen Mittel könne neue Impulse vor Ort schaffen, verbunden mit einer entsprechenden Berücksichtigung im Gesamthaushalt.
Die Diskussion machte deutlich, dass die finanzielle Situation der Stadt schwierige Entscheidungen erfordert. Für Sascha Mader steht dabei fest, dass nur durch klare Prioritäten und einen offenen politischen Diskurs ein tragfähiger Haushalt erreicht werden kann.