CDU Dortmund

MIT Dortmund: Teilzeit dort, wo sie nötig ist – Arbeitslosigkeit und Insolvenzen erfordern neue Regeln

Angesichts steigender Arbeitslosenzahlen und einer wachsenden Zahl von Firmeninsolvenzen auch in Dortmund fordert die Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) eine Neuausrichtung der Teilzeit- und Brückenteilzeitregelungen. Die MIT hat dazu einen Antrag für den CDU-Bundesparteitag am 20. und 21. Februar in Stuttgart eingebracht. Ziel ist es, die Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf zu sichern, gleichzeitig aber das verfügbare Arbeitsvolumen zu erhöhen und die Planbarkeit für Betriebe zu verbessern – gerade in einer wirtschaftlich angespannten Lage.

Der Vorsitzende der MIT Dortmund, David J. Finger, erklärt:

„Dortmund steht wirtschaftlich unter Druck. Steigende Arbeitslosigkeit, zunehmende Insolvenzen und ein anhaltender Fachkräftemangel sind eine gefährliche Kombination – für Beschäftigte ebenso wie für Unternehmen. Teilzeit ist richtig und oft unverzichtbar, etwa für Familien, Pflege oder Weiterbildung. Dafür gibt es unsere volle Unterstützung. Gleichzeitig müssen wir aber ehrlich sein: Wir brauchen insgesamt wieder mehr geleistete Arbeitsstunden, um Beschäftigung zu sichern und Unternehmen zu stabilisieren.“

 

Kern des Antrags ist, den gesetzlichen Rechtsanspruch auf (Brücken-)Teilzeit künftig an sachliche Gründe zu knüpfen – etwa Kindererziehung, die Pflege von Angehörigen oder berufsbegleitende Fort- und Weiterbildung. Damit bleibt Teilzeit dort abgesichert, wo sie für die Lebensrealität vieler Menschen notwendig ist. Gleichzeitig soll verhindert werden, dass Betriebe in wirtschaftlich ohnehin schwierigen Zeiten zusätzliche Planungsunsicherheit erfahren. Unabhängig davon bleibt Teilzeit weiterhin möglich, wenn sie einvernehmlich zwischen Arbeitgebern und Beschäftigten vereinbart wird.

 

Gerade vor dem Hintergrund wachsender Insolvenzen im Mittelstand will die MIT Fehlanreize abbauen, die zusätzliche Arbeitsstunden erschweren und die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit von Unternehmen weiter schwächen. Dazu zählt auch der Umgang mit ergänzenden und aufstockenden Sozialleistungen: Diese sollen weiterhin verlässlich unterstützen, wenn Menschen ihre Arbeitszeit objektiv nicht ausweiten können oder besondere Lebensumstände vorliegen. Sie dürfen jedoch nicht zur dauerhaften Standardlösung werden, wenn Arbeitszeit ohne zwingende Gründe reduziert wird.

 

Finger betont abschließend:

„Leistung und Solidarität gehören zusammen. Wer mehr arbeiten kann, sollte auch mehr arbeiten – gerade jetzt. Nur so sichern wir Arbeitsplätze, halten Betriebe am Leben und finanzieren unseren Sozialstaat. Das ist eine Frage der Fairness gegenüber all denen, die Vollzeit arbeiten, Beiträge zahlen und Dortmund und Deutschland Tag für Tag am Laufen halten.“

 

Die Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) ist mit rund 25.000 Mitgliedern der größte parteipolitische Wirtschaftsverband in Deutschland. Die MIT setzt sich für die Prinzipien der Sozialen Marktwirtschaft und für mehr wirtschaftliche Vernunft in der Politik ein.

 


Kontakt:

David J. Finger (Kreisvorsitzender der MIT - Mittelstands- und Wirtschaftsunion Dortmund)

E-Mail: d.j.finger@MIT-dortmund.de